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Neue Studie: Erstkäufer sparen heute doppelt so lange Eigenkapital

Der Weg ins Eigenheim wird für viele junge Menschen immer länger. Laut einer neuen bundesweiten Analyse des Kiel Instituts für Weltwirtschaft (IfW Kiel), die im Rahmen des German Real Estate Index (GREIX) veröffentlicht wurde, müssen heutige Erstkäufer in Deutschland deutlich mehr Eigenkapital ansparen als die Generationen vor ihnen. Diese Entwicklung macht sich besonders auch in gefragten Regionen Nordrhein-Westfalens bemerkbar, selbst wenn die Studie die Daten auf gesamtdeutscher Ebene erhebt.

Generation Babyboomer und Millennials im Vergleich

Die GREIX-Studie des IfW Kiel vergleicht explizit zwei Käufergruppen:

  • Babyboomer (Geburtsjahre 1955–1964), Markteinstieg meist in den 1980er-Jahren
  • Millennials (Geburtsjahre 1980–1995), Markteinstieg seit etwa 2015

Der Vergleich macht deutlich: Junge Käufer treffen heute auf deutlich höhere Hürden beim Eigenkapital.

Wie lange mussten verschiedene Generationen sparen?

Die Studie zeigt: In den 1980er-Jahren mussten Babyboomer rund 7 Jahre sparen, um das nötige Eigenkapital für eine Eigentumswohnung anzusammeln. Heute müssen Millennials im Durchschnitt 14 Jahre sparen, also doppelt so lange. Für Einfamilienhäuser liegt der Zeitraum sogar noch darüber.
Grundlage ist eine angenommene Sparquote von 20 Prozent des verfügbaren Einkommens. [IfW Kiel/GREIX, 12/2024]

Wie viel Eigenkapital war nötig – damals und heute?

  • Babyboomer: ca. 1,7-faches Jahreshaushaltseinkommen für Wohnungen, ca. 3,6-faches für Häuser
  • Millennials: über 3-faches für Wohnungen, mehr als 5-faches für Häuser

Die Anforderung an das Startkapital ist also massiv gestiegen – auch ein Effekt, der in vielen Märkten Nordrhein-Westfalens spürbar ist, etwa in Köln, Düsseldorf, Dortmund oder Bochum.

Kreditbelastung bleibt ähnlich – der Engpass ist das Eigenkapital

Bemerkenswert ist: Die monatlichen Hypothekenraten sind zwischen den Generationen nur geringfügig unterschiedlich.
Babyboomer gaben für Wohnungen rund 20 Prozent und für Häuser etwa 46 Prozent ihres Haushaltseinkommens für Hypotheken aus. Millennials liegen mit ca. 25 Prozent (Wohnungen) und 42 Prozent (Häuser) auf ähnlichem Niveau.
Die größte Hürde für Erstkäufer heute bleibt damit das Eigenkapital, nicht die monatliche Kreditbelastung.

Warum ist das Eigenkapital so stark gestiegen?

  • Deutlich gestiegene Immobilienpreise in ganz Deutschland, besonders in Ballungsräumen (auch NRW betroffen)
  • Höhere Kaufnebenkosten (Grunderwerbsteuer, Notar, Makler, in NRW teils besonders hoch)
  • Stagnierende Realeinkommen bei gleichzeitig steigenden Lebenshaltungskosten

Die GREIX-Studie macht diese strukturellen Effekte als Hauptgrund für die gestiegenen Eigenkapitalanforderungen aus.

Was heißt das für Erstkäufer in NRW?

Auch wenn sich die Studie auf bundesweite Daten stützt, gilt: Die beschriebenen Herausforderungen zeigen sich besonders stark in begehrten NRW-Regionen – von Köln bis ins Ruhrgebiet. Dort verschärfen hohe Immobilienpreise und Kaufnebenkosten den Kapitalbedarf.

Viele junge Käufer müssen heute

  • länger sparen,
  • Förderprogramme gezielt nutzen und
  • mit individuellen Finanzierungslösungen arbeiten.

Lösungswege für junge Käufer und Familien

Trotz der gestiegenen Hürden können staatliche Förderprogramme, eine frühzeitige Beratung und eine individuelle Baufinanzierung den Weg ins Eigenheim ermöglichen.

„Wir sehen täglich, dass junge Menschen und Familien heute doppelt so lange für das Eigenkapital sparen müssen wie frühere Generationen. Mit individueller Finanzierungsberatung, cleverem Eigenkapitalmix und Fördermitteln lassen sich auch in NRW Wege ins Eigenheim realisieren,“ meint unser Finanzierungsexperte Michael Schinkel.

Fazit

Die aktuelle GREIX-Studie des IfW Kiel zeigt klar: Erstkäufer in Deutschland müssen heute doppelt so lange auf das nötige Eigenkapital sparen wie früher – ein Trend, der auch Märkte in NRW prägt. Mit kluger Planung, Beratung und Förderung bleibt der Traum vom Eigenheim erreichbar.

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